Was Du jetzt für dein Wohlbefinden tun kannst (meine Top 20)

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Das Internet ist voll von guten Ratschlägen, wie du dein Leben verschönern, ja, verbessern kannst. Überall geht es um Self Love und Well-Being und das kann manchmal ganz schön überfordern. Ich weiss das. Und trotzdem möchte ich dir hier eine Reihe von Vorschlägen unterbreiten, die mir tatsächlich total helfen, mich gut, stark, geerdet und mit mir selbst verbunden zu fühlen. Denn abseits von allem Hype, der gerade um diese Themen gemacht wird, ist und bleibt es so: Wir selbst sind der Mensch, mit dem wir die meiste Zeit unseres Lebens verbringen und mit dem wir am meisten im Dialog stehen – ob bewusst oder unbewusst ist dabei ganz egal. Und deshalb ist es wichtig, dass wir gut zu uns selbst sind, nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Seele pflegen.

Die unten stehende Liste ist auf keinen Fall vollständig und du kannst sie nach Lust und Laune erweitern. Außerdem musst du natürlich nicht alles auf einmal machen, dann kämest du nämlich nicht mehr zum schlafen 😉

Ich möchte hier auf keinen Fall Druck aufbauen! Aber wenn du dich von ein paar dieser Vorschläge angesprochen fühlst oder sogar schon gute Erfahrungen damit gemacht hast, lass dich doch einfach inspirieren und probiere aus, was dir gut tut und Freude bereitet.

  1. Starte jeden Tag mit einem freundlichen und liebevollen „Guten Morgen!” an dich selbst.
    Das kannst du laut aussprechen oder ganz im Stillen sagen. Ähnlich kannst du es mit „Gute Nacht” und „guten Appetit” halten. Beobachte, was das mit dir macht. Ich persönlich fühle mich dadurch automatisch glücklicher und motivierter.
  2. Gönn dir die ersten Momente / Stunden des Tages ohne Handy.
    Besorg dir einen Wecker, wenn du zu einer bestimmten Zeit aufstehen musst und lass das Handy solange aus, bis du es wirklich brauchst. Mir war schon länger klar, dass es mir sicher gut tun würde, meinen Handy-Konsum etwas herunterzuschrauben, aber neulich habe ich noch eine sehr interessante Begründung dafür gelesen, die diese intuitive Ahnung noch mal untermauert: Wenn du die kostbaren ersten Momente des Tages gleich an externe Informationen „verschwendest”, räumst du diesen einen höheren Stellenwert in deinem Leben ein, als dir selbst. Du sendest die Nachricht an das Universum, dass die Gedanken anderer Leute wichtiger sind, als die Entwicklung deiner Selbst und deiner Seele und du wirst dich unsteter und verzettelter fühlen, als nötig.
  3. Schalte die Notifications auf deinem Handy aus.
    Auf diese Weise kannst du dich besser auf das konzentrieren, was du gerade tust und wirst nicht ständig abgelenkt.
  4. Tu, was du dir vornimmst und verschiebe nicht.
    Egal, ob es sich um deine Morgen-Routine handelt, ein Telefonat oder einen besonderen Wunsch, den du dir schon immer erfüllen wolltest. Warte damit nicht auf Morgen. (Mehr zum Thema Immediacy findest du auch in diesem Artikel.)
  5. Umgib dich mit Menschen, die dich lieben und inspirieren.
    Sieh zu, dass du deine Zeit mit Menschen verbringst, die dir gut tun und dich nicht runterziehen. Das klingt zunächst nach Schönwetterfreundschaften, aber so meine ich es nicht. Natürlich muss es in Gesprächen und Beziehungen nicht immer rosig und lustig zugehen. Aber es macht ein Unterschied, ob jemand aus guten Gründen mal down ist, oder permanent alles schwarz malt und damit sich selbst und andere runterzieht. Auch Leute, die ständig über andere herziehen, bringen deine Frequenz runter und ich würde dir raten, diese Beziehungen noch einmal kritisch zu bewerten. Was ich auch schön und sehr bereichernd finde, sind sogenannte Women’s oder Men’s circles, bei denen man sich virtuell oder von Angesicht zu Angesicht zu einem Thema oder einem bestimmten Interesse austauscht. Ich habe aktuell einen wöchentlich stattfindenden virtuellen Women’s Circle mit vier weiteren Frauen, die ich dieses Jahr bei einem Meditation Teacher Training in Bali kennengelernt habe. Bei uns dreht sich viel um Meditation und Spiritualität und ich genieße den Input und die Inspiration, die mir dieser Circle gibt sehr.
  6. Yoga.
    Du kannst so sanft einsteigen oder dich so zum Schwitzen bringen, wie du willst. Es gibt so viele Kurse online und in den Schulen – da ist für jede und jeden etwas dabei. Für mich ist Yoga eine Art, meinen Körper zu trainieren und gleichzeitig so fokussiert zu sein, dass es wie eine Meditation wirkt. Wenn ich Yoga praktiziere, dann denke ich kaum, sondern gerate in einen Flow, der mir ganzheitlich gut tut.
  7. Meditation.
    Meditieren heisst nicht zwangsläufig, für alle Ewigkeit im Lotussitz verharren, bis dir die Beine einschlafen. Es gibt auch Klangmeditationen, aktive Meditationen mit Tanzen und Schütteln und ein breites, buntes Spektrum, das verschiedene Elemente miteinbezieht. Je nachdem, was du für ein Typ bist und was du gerade brauchst, kann Meditation dir dabei helfen, Klarheit zu gewinnen, dich aus dem Kopf zu holen oder dich ganz einfach zu beruhigen. Du kannst auch Atemübungen (z.B. Pranayama), mit in deine Meditation einbauen. Wenn du noch etwas mehr Inspiration für ein paar einfache und kurze Meditationen haben möchtest, schau doch gern auf meinem IGTV-Channel vorbei.
  8. Bewegung, Sport.
    Egal ob Ausdauersport, Krafttraining oder einfach Tanzen am Morgen in deinem Schlafanzug zu deinen peinlichsten Lieblingsliedern. Bewegung tut Körper und Seele gut, hebt die Laune und ist ganz allgemein wichtig für die Workout-Life-Balance 😉
  9. Gehe raus an die Luft.
    An die frische, wenn möglich. Raus ins Grün, wenn du kannst. Grün beruhigt das Gemüt und hilft dir, dich zu regenerieren. Außerdem tut die frische Luft gut und Bewegung sowieso 🙂
  10. Sei präsent und aufmerksam.
    Versuch, bei allem, was du tust, vollständig anwesend zu sein. Wenn du dein Essen zubereitest, bereite dein Essen zu. Wenn du isst, iss. Wenn du die Treppen hochsteigst, steige die Treppen hoch und so weiter. Je weniger du bei all den kleinen und großen Alltags-Aktivitäten zusätzliche Ablenkungen wie Musikhören, Telefonieren oder ähnliches, einbaust, desto präsenter bist du. Das klingt fast banal, aber nur so lebst du wirklich. Denn das Leben findet immer nur im Jetzt statt. (Hier kommst du zu meiner Top 10 für mehr Präsenz)
  11. Gönn dir was Schönes.
    Klingt nach Frauenzeitschrift, ich weiss, aber das macht nichts: Zünde dir eine schöne Duftkerze oder Räucherstäbchen an, wenn du sowas magst. Gönn dir ein Schaumbad, eine Massage, kauf dir Blumen, bezieh das Bett mit frischer Wäsche … verwöhne dich so, wie du deine/n Geliebte/n verwöhnen würdest.
  12. Führe Tagebuch.
    Das Aufschreiben deiner Gedanken kann so hilfreich sein! Wenn dir zum Beispiel ständig die gleichen Gedanken im Kopf herumschwirren, kannst du durch Aufschreiben Klarheit gewinnen. Wenn du in einer Negativschleife gefangen bist, hilft das Aufschreiben dabei, zu erkennen, wie hart du mit dir selbst bist. Und wenn du das erkennst und dich dann daran erinnerst, dass du doch eigentlich Selbstliebe leben möchtest, ist schon der erste Schritt getan.
  13. Übe dich in Dankbarkeit.
    Eine schöne und einfache Praxis besteht darin, am Abend alles aufzuschreiben, wofür du an jenem Tag dankbar bist. Probier es aus, die Liste wird bestimmt länger, als du erwartest. Du kannst dafür ein extra Heftchen nutzen oder dein Tagebuch. Ich führe eine Liste mit Stichpunkten auf den hinteren Seiten meines Tagebuchs. So kann ich noch Tage, Wochen, Monate, Jahre später auf einen Blick alles sehen, wofür ich dankbar bin oder war. Diese alten Notizen zu lesen, erfüllt mich jedes Mal mit noch größerer Dankbarkeit.
    Zusätzlich kannst du auch aufschreiben, was du in deinem Leben manifestieren möchtest.
    Am besten notierst du alles kurz vor dem Zubettgehen, denn dadurch nimmst du die guten Gedanken und Energien mit in den Schlaf. Das kann sich durchaus positiv auf deine Träume und auf deinen Schlaf auswirken. Und das bringt mich zum nächsten Punkt:
  14. Schlafe ausreichend.
  15. Trinke genügend Wasser.
  16. Faste und detoxe, wenn du das Gefühl hast, alte Lasten mit dir herumzutragen. Es gibt viele verschiedene Arten des Fastens. Ich habe Erfahrung mit Basenfasten, Saftfasten und Teefasten und dazu auch bereits einen Artikel geschrieben. Gerade stecke ich mitten in meinem ersten Mal Kitchari Cleanse, über den ich hier geschrieben habe. Mir tut regelmäßiges Fasten jedenfalls gut. Ob es das richtige für dich ist, musst du selbst herausfinden.
  17. Spazierengehen am Morgen (ohne Handy, ohne Hund, ohne Einkaufszettel!)
    Wirf dir einfach eine Jacke über deinen Pyjama und ab nach draußen.

    Wenn du gleich früh am Morgen nach dem Aufwachen vor die Tür gehst, dein Gesicht in die Morgensonne hältst und die vielleicht noch kühle Luft einatmest, nimmst du die Schwingungen des Tages auf. Und falls du danach viel sitzt, warst du zumindest schon mal draußen.
  18. Ernähre dich gesund.
    Jeder Mensch ist anders und es gibt keine Ernährung, die für alle gleich gut ist. Manche brauchen mehr Proteine, andere mehr Ballaststoffe und so weiter. Und das soll auch keine streng-protestantische Liste für ein Leben ohne Zucker sein, aber horch mal rein in dich: Was braucht dein Körper, um sich gesund, fit und glücklich zu fühlen. Bist du gerade wirklich hungrig oder ist es Appetit oder dient das Essen manchmal einer Ersatzbefriedigung? Dann schau genau hin, was darunter liegt.

    Und ansonsten: Natürlich sind frische, unverarbeitete Lebensmittel besser als Junk Food, Zucker, Alkohol und Konsorten … Denn: wir sind, was wir essen. Und was wir essen, wirkt sich auch auf unsere Darmflora aus und das hat wiederum einen Einfluss auf unser Gemüt.
    Überlege dir auch, ob du dich nicht vielleicht vegetarisch oder vegan ernähren möchtest, um „ahimsa” zu praktizieren. Das bedeutet Gewaltfreiheit und ist eines der wichtigsten Prinzipien im Hinduismus, Janismus und Buddhismus.
  19. Entscheide dich bewusst für oder gegen Beschallung.
    Schaltest du automatisch das Radio an, wenn du unter die Dusche gehst und stöpselst du dir automatisch die Kopfhörer ein, wenn du das Haus verlässt? Hinterfrag das mal kritisch und schalte die Musik aus, wenn du merkst, dass du lieber deiner inneren Stille oder dem Zwitschern der Vögel lauschen möchtest. Ich finde es oft sehr schön, mich einfach von den Umgebungsgeräuschen beschallen zu lassen. So habe ich das Gefühl, mehr mit meiner Umwelt und damit auch dem Leben verbunden zu sein.
  20. Kümmere dich um etwas oder jemanden, verschenke deine Aufmerksamkeit und Liebe.
    Wenn du nicht sowieso schon total mit dir selbst, deiner Familie oder Haustieren ausgelastet bist, kann es total schön sein, sich um etwas oder jemanden zu kümmern, der/das dich braucht.
    Ich habe zum Beispiel gerade Blumen auf meinem Balkon gesät und gehe jeden Morgen als allererstes hinaus, um zu schauen, wie es den kleinen frischen Sprösschen geht. Außerdem habe ich einen Kombucha und Kefir, um die ich mich kümmere und voller Liebe und Hingabe am Leben erhalte und pflege.
    Wenn du dich auf die nächste Stufe wagst, informiere dich, ob es Projekte der Nachbarschaftshilfe gibt oder wende dich an eine Organisation, die sich um einsame alte Menschen kümmert. Es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden.
    Und wenn du es noch einfacher haben möchtest: Schreib mal wieder einen Brief! Heutzutage wird so wenig private Post verschickt, dass ich dir garantieren kann, dass der Empfänger oder die Empfängerin sich richtig freut!

So, das sind meine kleinen Tipps und Tricks für ein ausbalanciertes Leben. Und zwar nicht nur in Corona-Times … 🙂

Viel Spaß beim Experimentieren! Und nicht vergessen: Es braucht Zeit, neue Gewohnheiten aufzunehmen und alte Muster aufzuweichen. Sei also wirklich sanft mit dir und verurteile dich nicht, wenn du deine gewählte Routine nicht „durchhältst”. Wenn du deine Vorsätze schleifen lässt, schau genau hin: Warum bleibst du nicht dabei? Und: Wie fühlt es sich an? Wenn es dir besser geht, wenn du deiner Praxis treu bleibst, hast du es wahrscheinlich „nur” mit einem fiesen inneren Schweinehund zu tun, der momentan noch die Oberhand hat. Noch. Denn du bist definitiv stärker und viel schlauer als dieser doofe Köter. Außerdem viel sympathischer und schöner sowieso. Sexy bist du und dein Lächeln ist umwerfend 😉 Und wenn du lachst, muss ich gleich mitlachen 🙂

Um den inneren Schweinehund zu überlisten, muss man manchmal zu kleinen Tricks greifen. Wenn du dir zum Beispiel vorgenommen hast, laufen zu gehen, aber um 14 Uhr immer noch im Pyjama zuhause rumgammelst, habe ich hier einen guten Tipp von meinem Freund Christoph: „Einfach mal die Jogging Klamotte anziehen ist meist ein kleiner aber guter Schritt.”
Ich hab das ausprobiert und kann es nur bestätigen. Und genau das mache ich jetzt auch!

Falls du noch weitere Ideen und Empfehlungen hast, teil sie doch gern in den Kommentaren, ich bin neugierig und freue mich von dir zu hören!

Alles Liebe für dich und bis bald!

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Kommentare

von noemie