Meditieren leicht gemacht. Ein paar hilfreiche Tipps.

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Read this article in English: „Meditation made easy. Tips for better meditation.”

„Ich kann nicht still sitzen.
Meine Gedanken schweifen ab.
Meine Beine schlafen ein.
Mir ist langweilig.
Ich hab besseres / wichtigeres zu tun.
…”

Es gibt so vieles, was uns entmutigen und vom Meditieren abhalten kann. Gerade am Anfang tun sich viele Menschen wahnsinnig schwer damit. Dabei ist Meditieren nicht schwer. Jeder und jede kann es, das verspreche ich. Außerdem gibt es ein paar clevere und ganz einfache Tricks, durch die das regelmäßige Meditieren viel leichter und zu einer wirklich schönen Wohlfühl-Praxis werden kann, mit der du dir ganz leicht selbst etwas Gutes tust und die du schon bald nicht mehr missen möchtest.

Mit diesen Tricks wirst du die oben zitierten hinderlichen Gedanken und Gefühle nicht sofort loswerden. Auch den inneren Schweinehund nicht. Zumindest nicht sofort. Aber sie können dir helfen, die Gleise günstiger zu stellen, dass alles etwas besser flutscht. Sie werden dir helfen, mit einem offeneren, neugierigeren und unvoreingenommeneren Geist an die Meditation heranzugehen und keine Erwartungen an das Erlebnis zu stellen, so dass du dich wirklich auf sie einlassen kannst – egal, was passiert.

Welche das sind, das verrate ich dir jetzt:

Meditation leicht gemacht. 17 hilfreiche und einfache Tipps.

  1. Nimm das Ganze nicht so ernst. Hab Spaß und Freude an der Meditation.
  2. Suche dir einen ruhigen, gemütlichen Ort, an dem du dich wohl fühlst und wo du für die Zeit der Meditation ungestört sitzen kannst. Dieser Ort sollte ordentlich und aufgeräumt sein. Behandle ihn wie einen Tempel, den du rein hältst.
  3. Bau dir deinen eigenen kleinen Tempel bzw. deine eigene kleine Meditationsecke. Das kann wirklich einfach eine Ecke in deinem Zimmer sein, in der du einen kleinen Altar einrichtest, dein Lieblingsplatz am Fenster, zwischen deinen Zimmerpflanzen … Behandle diesen Ort wie einen Tempel: Halte ihn sauber und aufgeräumt, stell Kerzen oder frische Blumen auf oder ein Bild … erlaubt ist wie immer alles, was dir gefällt und dir hilft, dich in eine heilige meditative Stimmung zu versetzen. Das Einrichten eines solchen Ortes, der nur der Meditation dient, hilft dir, weil es deinem Geist ein entsprechendes Signal gibt, wenn du dich in diesen Ort begibst, wo du den Alltagstrott für einen Moment hinter dir lässt. So fällt es dir leichter, dich einzustimmen und ganz auf die Meditation zu fokussieren. Außerdem lädst du diesen Ort mit der Zeit mit einer besonderen Energie mit einem einen positiven, beruhigenden Effekt auf, die du sogleich spürst, wenn du ihn betrittst.
  4. Für Anfänger: Beginne mit kurzen Sessions um dich nicht zu überfordern. Mit der Zeit wirst du automatisch länger meditieren können oder wollen. Am Anfang reichen 10 Minuten.
  5. Mach vor Beginn der Meditation leichte Dehnübungen um deinen Körper zu lockern.
  6. Meditiere am besten mit leeren Magen bzw. achte darauf, dass du kurz vorher nichts Schweres gegessen hast.
  7. Wenn du darin geübt bist, gönn dir vor Beginn der Meditation auch eine kurze Pranayama-Einheit von ca. 10 Minuten, um den Geist und dein gesamtes System über den Atem zu beruhigen und auf die Meditation einzustimmen.
  8. Wenn du dich hingesetzt hast: werde dir deiner Umgebung bewusst.
  9. Setz dich aufrecht hin. Eine aufrechte Wirbelsäule ist wichtig für die Meditation, da sie den freien Fluss der Lebensenergie durch deinen Körper erst ermöglicht.
  10. Mach es dir bequem und richte dich ein, natürlich immer mit aufrechter Wirbelsäule 😉 Egal ob du auf einem Stuhl sitzt, auf einem Meditationskissen, auf einer Yogamatte … Es ist wichtig, dass du gut sitzt, sonst bist du die ganze Meditation über damit beschäftigt, die Position auszuhalten oder herumzuzappeln. Mein Credo ist übrigens: wenn es gar nicht anders geht, ändere zwischendurch ruhig deine Position. Niemand soll Schmerzen aushalten müssen. Aber sei dabei ganz aufmerksam und achtsam: Ist es dein Geist, der dich ablenken möchte und dir deshalb einredet, dass du dich bewegen musst? Oder hast du wirklich Schmerzen?
  11. Sorge dafür, dass du es beim Meditieren schön warm hast und dir nicht kalt wird. Wähle eine kuschelige Decke aus, die du dir über die Beine oder um die Schultern legen kannst.
  12. Trage bequeme Kleidung, die weder zu eng noch zu weit ist, lockere deinen Gürtel, öffne deine Hose, sorge dafür, dass du gut atmen kannst und von nichts eingeengt wirst. Leg auch Schmuck, Uhr und Brille ab und verzichte auf Parfum, das dich ablenken kann.
  13. Versuche, dich komplett zu entspannen, nichts kontrollieren zu wollen und nichts zu erwarten. Damit meine ich: versuche, keine Erwartungen an „den Ausgang oder Effekt” der Meditation zu haben. Lass dich überraschen und nimm alles an, was kommt. Jede Sitzung ist anders!
  14. Der Atem als Anker. Wenn dein Geist aufgewühlt ist: konzentriere dich auf deinen Atem und benutze ihn als Anker, mit dem du dich immer wieder zurück in den Moment holst, wenn du merkst, dass dein Geist zu wandern beginnt.
  15. Versuche nicht, deinen Geist zum Verstummen zu bringen, es wird dir nicht gelingen 🙂 Es ist eine weitverbreitete Fehlannahme anzunehmen, man müsste die Gedanken beim Meditieren ausschalten. Lass deine Gedanken und Gefühle kommen. Nimm sie an, bewerte sie nicht und verurteile vor allem auch dich selbst nicht dafür, dass du Gedanken hast, obwohl du doch gerade meditierst. Das Meditieren ist eine schöne Gelegenheit zu üben, wohlwollend und ohne zu bewerten alles anzunehmen, was kommt. Auch den Geist, der hin und her springt: vom Atem, zum Geräusch, zu den Gedanken, Körperempfindungen und wieder zurück.
  16. Nichts ist eine Störung in der Meditation: Kein Geräusch, kein Gedanke, kein Gefühl … alles, was du während der Meditation hörst, denkst, empfindest, gehört zum Leben und zu diesem Moment dazu. Nimm es an und integriere es in deine Erfahrung.
  17. Etabliere eine Routine: versuche, immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu meditieren. Beständigkeit ist der direkteste Weg, um eine wirkliche Routine bzw. Gewohnheit aufzubauen. Verwandle deine (tägliche) Meditation in ein schönes Ritual, das du jeden Tag zur gleichen Zeit und am gleichen Ort zelebrierst. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind die ideale Zeit dafür. Wenn du morgens als allererstes meditierst, versetzt du dich selbst in einen ganz ruhigen und geerdeten Zustand, mit dem du wunderbar geklärt in den Tag starten kannst. Außerdem ist dein Geist morgens meistens noch ruhig und noch nicht so sehr mit den vielen To Dos des Tages beschäftigt. Und auch um dich herum ist es noch stiller als später am Tag. Am Abend zu meditieren ist ebenfalls toll, weil du so den Geist beruhigst ehe du zu Bett gehst und die vielen wirren Gedanken des Tages nicht in deine Träume mitnimmst. Dadurch verbesserst du die Chance auf einen ruhigen, tiefen und wirklich erholsamen Schlaf.

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Eine kurze angeleitete Meditation zum Anhören und Downloaden findest du hier: Für Dich.

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von noemie