Freude, Leichtigkeit und Meditation. Geht das zusammen? Ja klar!

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Warum ich diesen Artikel schreibe

In Gesprächen mit anderen fällt mir immer wieder auf, dass viele Menschen eine Art übertriebenen Respekt vor Meditation haben, der eher hinderlich als förderlich ist. Meditation wird von vielen als etwas empfunden, das „man tun sollte”, wenn man ein „besseres Leben” führen möchte. Als etwas, das „gut für einen ist”. Aber es wird auch oft als schwer, ernst und asketisch betrachtet. Als etwas, das eine strenge Disziplin erfordert. Viele schieben die nicht umgesetzte Meditationspraxis mit latent schlechtem Gewissen vor sich her wie der an einer Schreibblockade leidende Autor das weiße Blatt Papier. Damit ist niemandem geholfen und im Zweifel kreiert man sich damit nur unnötigen Druck.

Deshalb will ich in diesem Artikel aufzeigen, wie Meditation durchaus sehr lust- und freudvoll sein kann. Wer mich kennt, weiss, dass ich ein ziemlich lustvoller Mensch bin, ein Zweit-Chakra-Typ, ein pleasure seeker, eine Genießerin … Dass ich „trotzdem” regelmäßig meditiere und dieser Praxis eine wichtige Rolle in meinem Leben einräume, steht nämlich keineswegs im Widerspruch.

Meditation ist wie Laufen oder jede andere Sportart. Oder auch wie das Erlernen eines Musikinstruments: Durch Übung wirst du besser. Und trotzdem ist jeder Tag anders.

– Noémie

Ich werde im Folgenden einige verschiedene Meditations-Methoden vorstellen, mit denen ich herumexperimentiert habe und die mir Spaß machen. Ihr müsst zum Meditieren aber keine bestimmte Methode befolgen. Für eine ganz einfache Form der Meditation könnt ihr euch einfach mit geschlossenen Augen und aufrechter Wirbelsäule hinsetzen – das muss nicht im Lotussitz sein und anlehnen ist auch in Ordnung – und auf dem Atem konzentrieren. In einem nächsten Schritt könnt ihr euch auf die Geräusche um euch herum konzentrieren, dann auf die Geräusche in euch, die Gedanken wahrnehmen und ziehen lassen und einfach dasitzen. Das ist die einfachste Art.

Häufige Missverständnisse im Bezug auf Meditation

  1. Meditation hat nicht zwangsläufig mit Spiritualität zu tun, sondern ist auch rein nüchtern betrachtet eine tolle Sache und es ist inzwischen mehrfach wissenschaftlich erwiesen, dass regelmäßiges Meditieren sich positiv auf das Gehirn auswirkt (wie z.B. in diesem Artikel aus dem Harvard Business Manager nachzulesen). Ansätze wie MBSR – Mindfulness-based stress reduction (Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) sind ein gutes Beispiel und ein schöner Einstieg für alle, die keine Lust auf Gurus, Mantren und Räucherstäbchen haben 😉
  2. Du musst nicht immer gleich eine Ewigkeit sitzen – gerade am Anfang reichen 5 bis 10 Minuten.
  3. Es gibt viele verschiedene Arten von Meditation und einige davon sind das genaue Gegenteil von stillem Sitzen. Manche „meditieren” auch beim Gärtnern, Fahrradfahren oder Backen … Dann ist das genauso gut und heilig.
  4. Es ist nie leicht, eine neue Routine zu etablieren. Dies erfordert Hingabe und die Bereitschaft – gerade am Anfang – auch Rückschläge hinzunehmen und sich davon nicht entmutigen zu lassen.
  5. Man muss Meditation nicht so bierernst nehmen. Wenn ich Meditationen anleite, sage ich den Teilnehmern auch gern, dass es hier nicht um „richtig und falsch” geht und lade sie ein, das Ganze locker zu nehmen.

Aller Anfang ist schwer

Mir ist es am Anfang auch überhaupt nicht leicht gefallen. Ich habe diverse Anläufe gebraucht, bis ich mit dem Meditieren auf einen grünen Zweig kam. Das lag daran, dass ich

  • keine Zeit hatte, weil alles andere viel wichtiger war (tatsächlich habe ich mir die Zeit nicht nehmen wollen, da war ein innerer Widerstand),
  • keine Geduld hatte (und nach maximal einer Minute bereits die Augen wieder aufschlug und den Versuch abbrach),
  • mich langweilte oder die Gedanken einfach nicht abstellen konnte (Monkey Mind).

Auch als es schon etwas besser lief und ich regelmäßiger meditierte, schlief ich dabei öfter ein. Im Sitzen. Obwohl ich normalerweise im Sitzen überhaupt nicht schlafen kann! Damals ging ich viel in ein Meditationszentrum im Südwesten Berlins, wo wir geführte Meditationen mit Schwerpunkt auf die Öffnung der Chakren praktizierten. Da sackte ich gern mal schlafenderweise mit dem Kopf auf die Schulter meines Sitznachbarn und kam erst dann wieder zu mir, wenn der Lehrer sagte: „And now, you can gently open your eyes …”

Als es dann endlich wirklich „klappte”, war es als wäre ein Schalter umgelegt worden. Mit einem Mal betrat ich andere Sphären. Etwas öffnete sich in mir – vor meinem inneren Auge, in meinem Geiste, in meinem dritten Auge, in meinen Chakren … und das obwohl ich noch keine „Kundalini Awakening” im klassischen Sinne hatte. Der Monkey Mind beruhigte sich zusehends. Besonders deutlich wurde dies während der Darkness Meditation, die ich damals zuhause praktizierte, um meine zu der Zeit ziemlich wirren Gedanken zu beruhigen. (In diesem Artikel kannst du mehr zu dem Thema lesen.) Da konnte ich die aufsteigenden Gedanken regelrecht sehen: Sie kamen als Lichtströme von unten links in mein Sichtfeld, um wie in einem Bogen bis nach rechts unten zu fließen. Wozu es allerdings nie kam. Stattdessen regneten sie sich in der Mitte meines Sichtfeldes ab wie ein Feuerwerk. Genau vor meinem dritten Auge . Die Gedanken hatten keine Chance, ich konnte sie einfach nicht zu Ende denken, selbst wenn ich wollte.

High ohne Drogen durch Osho-Meditationen

Und dann lernte ich Osho und seine aktiven Meditationen kennen. Das sind Meditationen, bei denen man durch Bewegungen und Sounds durch die Schichten dringt, die wir „modernen” Menschen mit uns herum tragen und durch die es uns so viel schwerer fällt, von jetzt auf gleich in meditative Stille abzutauchen.

Nadabrahma – ein selbstkreiertes Soundbad

Während meines ersten Stille-Retreats machten wir jeden Tag eine Stunde Nadabrahma. Das ist eine von Oshos aktiven Meditationen, die bis heute zu meinen liebsten gehört. Sie wurde von einer alten tibetischen Technik adaptiert, wirkt zentrierend, erfrischend und erdend, bringt durch Summen und bestimmte Handbewegungen widerstreitende Anteile in Körper und Geist in Einklang und soll so Frieden, Stille und Glückseligkeit bescheren.

Man kann sie allein machen, viel toller ist es aber in einer Gruppe. Denn wenn mehrere Menschen zusammen summen, entsteht eine Art sonorisches Vollbad bei dem die Vibrationen dich durchdringen. In dem Retreat waren wir rund 50 Leute. Das war richtig kraftvoll. Ich sah Farben und andere Bilder und spürte zum ersten Mal, wie mein Kronenchakra sich öffnete. Einmal löste sich auch mein Ich auf und ich begriff, dass ich nicht wirklich existiere. Diese Erkenntnis war kraftvoll und aufwühlend, hielt allerdings nicht lange an. Heute bleibt eine vage Erinnerung.

Die Dynamic Meditation

Nach diesen geradezu bewusstseinserweiternden Erfahrungen war ich angefixt. Die Gruppenerfahrung gefiel mir sehr und außerdem: Das war ja besser als Drogen nehmen!
Beides bot das damals noch existierende Osho-Studio in Kreuzberg. Hierher ging ich eine Zeit lang recht regelmäßig zur Dynamic Meditation. Die Dynamic Meditation wird vielfach als „die krasseste” von allen aktiven Osho-Meditationen gesehen, weil sie sehr anstrengend und schweißtreibend ist und sehr schnell sehr tief gehen kann. Außerdem erfordert sie ein gewisses Commitment, da man sie für die beste Wirkung idealerweise mindestens 7 oder bis zu 21 Tage am Stück jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen macht. Sie beinhaltet fünf Phasen: 1. chaotisches Atmen, 2. Katharsis, 3. Bündelung der Energie im Hara (Sex- / Lebenszentrum im Becken) durch Auf- und Abspringen mit erhobenen Armen bei gleichzeitigem Rufen des Lautes “Hoo!”, 4. Stille, 5. Tanzen …

In dieser Meditation kann man sich so richtig austoben und ich empfinde sie als eine Art direkten Draht zu versteckten Emotionen. Sie wirkt wie ein Katalysator und kann dir helfen, sehr schnell an tiefliegende Themen zu gelangen. Ich bin einmal gleich morgens nach einer Trennung hingegangen und habe an diesem Morgen so viel raus geschrien und -geweint, dass ich im Anschluss sehr entspannt durch den Tag fließen konnte. Das „Problem” war damit nicht gelöst, aber ich konnte die Dinge ruhiger angehen.
Wenn du mehr darüber wissen willst, kannst du alles hier in diesem Artikel nachlesen.

Wichtiger Hinweis: An dieser Stelle sei bemerkt, dass es beim Meditieren nicht immer sanft und ruhig zugeht. Einige Meditationen – vor allem solche, die auch Breathwork beinhalten – können durchaus Traumata aufwühlen und zielen auch ganz konkret darauf ab. Solche Meditationen sollte man daher (anfangs) am besten an einem sicheren Ort mit einem „Lehrer” praktizieren oder zumindest mit jemandem, der sich auskennt und einige Erfahrungen mit der Technik hat.

V wie Vipassana – ein kleiner Exkurs

Obwohl ich also spätestens jetzt erklärter Osho-Fan war, kam ich durch meinen Nachbarn und seine Freunde mit absoluten Fans der Vipassana-Meditation nach Goenka in Kontakt, einem führenden Lehrer der Vipassana-Meditation. Das interessierte mich auch! Ich will immer alles ausprobieren … Und so saß ich nun zusätzlich zu meinen morgendlichen Dynamic-Sessions bald mindestens einmal pro Woche eine Stunde in Stille und übte den Vipassana-Bodyscan. Weil ich es genau wissen wollte, meldete ich mich wenig später zu einem 10-tägigen Stille- und Meditations-Retreat im Dhamma-Vipassana-Zentrum von Bogor an. Im Januar 2019 ging’s los. Destination: Jakarta, Indonesien.

Was ist Vipassana?

Vipassana ist eine uralte buddhistische Praxis, die auch als „essential meditation” bezeichnet wird. Sie ist die Grundlage, bzw. die Essenz aller anderen existierenden Meditationen: Sitzen und Beobachten in Stille. Being the witness.

The Goenka-Style

Die traditionellen Ausprägungen des Vipassana, zu denen auch Goenkas Technik gehört, sind sehr strikt: Als Anfänger konzentrierst du dich die ersten drei Tage ausschließlich auf den Atem und beobachtest ihn nur in dem kleinen Dreieck zwischen Nasenlöchern und Oberlippe. Anschließend geht es weiter mit dem Body Scan. Dabei scannst du deinen gesamten Körper und richtest deine Aufmerksamkeit auf die sich stetig verändernden Empfindungen. Die Essenz des Ganzen lässt sich in einem Wort zusammenfassen: „Annica”. Das bedeutet so viel wie „Alles vergeht, nichts bleibt.” Diese Methode lehrt uns – gewissermaßen am eigenen Leib –  dass sowohl Anhaftung als auch Ablehnung sinnlos sind. Diese Sichtweise gefällt mir eigentlich sehr gut. Sie entspricht auch der Devise von Eckart Tolle: „It is as it is.”

10 Tage Dhamma-Center-Bootcamp

In den Dhamma-Vipassana-Centern gilt ein sehr strenger Tagesablauf, bei dem die Ablenkung auf ein Minimum reduziert wird: Sobald man sich im Center einträgt, gibt man alles ab, was den Geist ablenken könnte – Telefon, Computer, Bücher und Stifte. Man willigt ein, für die Dauer des Aufenthalts keinen Sport zu treiben und dezente und wenig aufreizende Kleidung zu tragen. Männer und Frauen werden räumlich voneinander getrennt. Auch die Speisen sind arm an Reizstoffen: kein Weizen, kein Koffein, nichts Tierisches – denn hier wird auch „Ahimsa” praktiziert, das Prinzip der absoluten Gewaltfreiheit. Hier sollst du dich wirklich nur auf das konzentrieren, was in deinem Inneren passiert. So kannst du in ganz neue Welten vordringen und eventuell lernen, dich und das Leben besser zu verstehen. Diese Methode blendet alles aus, was „nicht dazugehört”. Du achtest nur auf die sich ständig verändernden Körperempfindungen, einschließlich des Schmerzes. 

Anders als für manche, war die Erfahrung für mich zwar interessant, jedoch nicht wirklich „life changing“. Vielleicht weil ich bereits vorher recht viel reflektiert und mein Leben aufgeräumt hatte? Wie dem auch sei, jedenfalls habe ich es bis heute nicht geschafft, einen eigenen Artikel darüber zu schreiben und werde dies wohl auch nicht mehr tun. Been there, done that. Und gut ist.

Vipassana nach Osho

Was ich damals nicht wusste: Auch bei Osho gibt es eine sogenannte Vipassana-Meditation. 

Diese lernte ich ein paar Monate später im griechischen Osho-Zentrum Afroz kennen. Sie hat einiges mit Goenkas Methode – „this wonderful technique” – gemein, unterscheidet sich jedoch grundlegend. Osho fand diesen Ansatz nämlich zu kalt, zu tot und ja, zu langweilig. „Seine” Form von Vipassana besteht aus 45 Minuten Sitzen und 15 Minuten langsamen, aufmerksamen Gehens. Es ist eine ungezwungene, saftige, lebendige und freudvolle Praxis, bei der nichts die Meditation stört oder auch nur stören kann, denn: alles darf eingeschlossen werden. Alles ist Leben.
Am besten drückt er es selbst aus:

„Nothing is a disturbance in vipassana, it includes everything such as thought, judgments, feelings, body sensations and impressions from the outside world.”

„Here, vipassana is a juicy experience; it is not dry. […] I want you to learn meditation as a play, as a playfulness.”

„Life is accepted in its totality. […] This meditation may create songs in you, may create dances in you, may give a new impetus toward creativity in all dimensions of life.”

„Your silence should not be the silence of a graveyard, your silence should be the silence of a garden. Once in a while, a bird starts singing, but it does not disturb the silence, it deepens it. Once in a while, the breeze comes with its song, passing through the pine trees, but it does not disturb the silence, it deepens it.”

„I want a meditation that can laugh, that can dance.”

– Osho

Für mich war das Eintauchen in diese andere Form von Vipassana eine regelrechte Offenbarung! Denn was sie besagt, ist genau das, was ich am Anfang des Artikels vorausgeschickt hatte: Meditation kann freudvoll sein und du kannst selbst in der Stille Freude, Lust und Leben finden. 

Während meiner ersten Vipassana-Stunden in Afroz verlor ich mich noch recht oft in Gedanken, bemerkte dies jedoch immer schneller. Wenn ich es merkte, verurteilte ich mich nicht dafür, sondern beobachtete mich dabei. Mit der Zeit wurde ich immer besser: Ich konnte meinen Gedanken zusehen, achtete auf meinen Atem, wurde mir meiner Umwelt bewusst und dann öffnete sich dieser Raum des Bewusstseins irgendwo zwischen mir und allem. Ein wunderschöner Raum, in dem keine Urteile gefällt werden. Ich lauschte den Grillen, den Vögeln, den Insekten, fühlte Wind und Sonne auf meiner Haut … das Leben. Ich war am Leben und dabei achtsam und aufmerksam. Nicht immer natürlich, aber immer öfter.

Übrigens begann ich schon bald, die vormittäglichen Vipassana-Sessions so sehr zu genießen, dass ich mich freiwillig meldete, sie eine Woche lang täglich anzuleiten, obwohl ich noch einige andere Aufgaben in der Kommune zu erledigen hatte. Diese ruhigen Morgen-Sessions gehören zu meinen schönsten Erinnerungen an diese Zeit.

Enjoy your meditation!

Ein ganz besonderer Aspekt aller Meditationen, die im Afroz stattfinden, ist, dass sie mit den Worten „Enjoy your meditation” eingeläutet werden – „Genießt eure Meditation!”. Für mich fühlte es sich jedes Mal an, als ob wir damit ein bewusst freudvolles Energie-Feld eröffneten. 

Auch das jeden Abend stattfindende „Evening Meeting” (ehemals „White Robe meeting”) wird mit einer Viertelstunde ekstatischen Tanzens eröffnet. Stellt euch ein ganzes Feld voller glücklich tanzender Menschen jeden Alters vor, die sich keine Sekunde lang darum scheren, wie sie dabei aussehen. Es ist Glück pur. Reine Ekstase. Auf die eine fast heilige Stille folgt. Das klingt jetzt vielleicht nach komplettem Hippie-Wahnsinn, ist aber letztendlich nicht großartig anders als Ecstatic Dance mit anschließender Meditation. 

Tanzen und Schütteln kann nämlich durchaus auch Meditation sein, beziehungsweise als Vorbereitung dienen. Dadurch manifestierst du mit deinem Körper, dass du nicht alles ganz so ernst nimmst. Du schüttelst dich frei um dich dann (noch) besser auf die Stille einlassen zu können und schön tief zu gehen. 

Osho ist nicht alles

Für alle, die keine Lust auf Osho haben (obwohl man auch kein Fan des Mannes sein muss, um seine Meditationen zu mögen …): Es gibt viele andere Beispiele für den freudvollen Umgang mit Meditation. Punnu Wasu Singh, mein Lehrer beim diesjährigen Meditation Teacher Training in Bali ist ein lebendes Beispiel dafür, wie man auch als meditierender Mensch sehr viel Spaß haben kann, wie lebendig man in jedem Moment ist und dass der Körper kein Störfaktor ist, den man wegmeditieren muss bis man ihn nicht mehr fühlt um an seinen Wesenskern zu gelangen. Vielmehr sind unsere Körper wundervolle Instrumente, mit denen wir singen, tanzen, lieben, lachen können. In den Training ging es viel um sogenannte „active consciousness meditation”, also Meditationen, mit denen man ganz gezielt in tiefere Bewusstseinsstufen vordringen möchte und die wirklich das genaue Gegenteil von langweilig sind. Bei allen von uns kam echt einiges an unverarbeitetem Schmerz und Trauma zum Vorschein und die Wirkung der Meditationen hatte etwas sehr heilsames. Ich fühlte mich dadurch sehr lebendig und in Verbindung mit mir selbst und der Welt. Das klingt etwas schwermütig, doch das war es nicht.
Zwischen den Meditationen machte Punnu Musik, sang, erzählte Witze … Einmal überraschte er uns damit, wie er Panjabi MCs Hit „Mundian to bach ke” rappte!

Ein paar Gedanken zum Schluss

Am Ende des Tages geht es beim Meditieren allerdings eigentlich nie um die Methode. Vielmehr geht es darum, das Leben als Meditation zu begreifen und in jedem Moment ein achtsamer Beobachter zu sein. Wenn dir das gelingt, brauchst du keine Routine oder Praxis mehr und kannst dich zurücklehnen und das Leben genießen. 

Oder du findest doch noch die für dich richtige Meditations-Praxis, die dir Freude bereitet. Und wenn du bereits deine eigene, ganz anders geartete Routine hast, bei der du deinen Geist abschaltest und in der du komplett aufgehst (z.B. die bereits eingangs zitierte Gartenarbeit), dann genieß das, was du hast. Hauptsache ist, du kümmerst dich in irgendeiner Form um dein Wohlbefinden – und dazu zählen nun mal Körper UND Geist.

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von noemie